In Deutschland ist Lufthansa Miles & More das zentrale Vielfliegerprogramm und der Anker der Star Alliance — Meilen lassen sich also nicht nur bei Lufthansa, sondern auch bei zahlreichen Partnerlinien weltweit einlösen. Zu verstehen, wie dieses Netzwerk funktioniert, ist der erste Schritt, um aus einem Meilenkonto echte Reisen zu machen statt einer Zahl, die nur in einer App wächst.
Wie die Star Alliance Ihre Strecken abdeckt
Die Star Alliance vereint Dutzende Airlines, was den Spielraum eines Miles-&-More-Kontos enorm erweitert. Ab Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf bedient Lufthansa weite Teile Europas sowie Nordamerika und Asien; ist Ihr Ziel nicht direkt erreichbar, ergänzt ein Partner wie United, Air Canada, Singapore Airlines oder Swiss die Verbindung. Der richtige Reflex ist, in der Allianz zu denken statt in einer einzigen Airline: Die Frage lautet nicht nur „Wohin fliegt Lufthansa?“, sondern „Welcher Star-Alliance-Partner bringt mich dorthin, wo ich hinwill?“. Bevor Sie Punkte übertragen, lohnt sich ein Blick in die Einlöse-Tabellen, um zu sehen, wo dieselbe Strecke weniger kostet.
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Lounges und Elite-Status: die Grundlagen
Den Elite-Status bei Miles & More erreicht man durch regelmäßiges Fliegen oder Ausgeben, und er schaltet üblicherweise Vorteile wie bevorzugtes Boarding, Freigepäck und Lounge-Zugang frei. Die höheren Statusstufen eines Star-Alliance-Programms öffnen auf internationalen Reisen oft die Lounges der Allianz. Jagen Sie dem Status nicht um seiner selbst willen hinterher: Er lohnt sich, wenn er zu Ihrem tatsächlichen Reiserhythmus passt. Wer zweimal im Jahr fliegt, holt den Wert aus dem klugen Einlösen; wer monatlich unterwegs ist, bei dem trägt sich der Status mit der Zeit selbst.
Warum eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr zählt
Viele Karten in Deutschland berechnen eine Gebühr auf jeden Einkauf in fremder Währung, meist einen Prozentsatz des Betrags. Wer außerhalb der Eurozone reist oder online in Dollar, Pfund oder Yen einkauft, dem frisst diese Gebühr still den Wert der gesammelten Meilen weg. Eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr vermeidet diese Kosten, sodass jede internationale Ausgabe sauber zählt. Lesen Sie das Preis-Leistungs-Verzeichnis: Über ein Reisejahr hinweg übersteigt diese Ersparnis leicht jeden auffälligen Willkommensbonus.
Übertragbare Punkte oder Co-Branded-Karten
Es gibt zwei Hauptwege. Karten, die übertragbare Punkte sammeln — wie die von American Express Deutschland mit Membership Rewards — bieten Flexibilität: Sie lenken das Guthaben je nach Bedarf zu Miles & More oder einem anderen Partner. Co-Branded-Karten wie die Miles & More Credit Card (DKB) buchen Meilen direkt in das Programm und bringen manchmal markengebundene Vorteile mit. Die Faustregel: Flexibilität ist wertvoll, solange Sie noch nicht wissen, wohin es geht; der direkte Weg gewinnt, wenn Sie bereits einer Airline treu sind. Vergleichen Sie die Optionen in unserer Rubrik Kreditkarten und planen Sie Guthaben-Bewegungen über das Punkte-Transfer-Werkzeug.

Bar oder Meilen: Disziplin bei der Buchung
Die Faustregel ist einfach: Vergleichen Sie vor jeder Buchung den Preis in Euro mit den Meilenkosten desselben Flugs. Rechnen Sie aus, wie viel Cent Wert Sie pro Meile herausholen, und entscheiden Sie mit Zahlen statt mit Gefühl. Manchmal gewinnt das Bargeld und es lohnt sich, das Guthaben zu behalten; auf Langstrecken oder in Premium-Kabinen liefern Meilen oft den deutlich höheren Gegenwert. Diese Disziplin trennt das ziellose Sammeln vom günstigeren Reisen. Nutzen Sie die Suche, um beide Preise nebeneinander zu sehen, und falls die vordere Kabine reizt, schauen Sie, wie sich die Business Class mit Meilen nutzen lässt.
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Häufige Anfängerfehler
- „Auf Vorrat“ sammeln, ohne eine konkrete Reise im Sinn zu haben.
- Meilen verfallen lassen, weil das Konto inaktiv bleibt.
- Immer nur günstige Flüge buchen, bei denen die Meile wenig wert ist.
- Die Fremdwährungsgebühr außerhalb der Eurozone ignorieren.
- Zinsen zahlen: Wer den Saldo nicht jeden Monat ausgleicht, dessen Zinsen löschen jede Prämie aus.
- Zu viele Karten gleichzeitig führen, sodass der Überblick über Punkte, Gebühren und Fristen verloren geht.
- Eine Prämienreise so lange aufschieben, bis sich die Programmbedingungen geändert haben und die Wunschverbindung teurer geworden ist.
Ein letzter Gedanke zur Planung: Verbuchen Sie regelmäßige Ausgaben wie Lebensmittel, Tanken oder Streaming bewusst auf der Karte, die in Ihrem Fall am meisten Wert schafft, und gleichen Sie den Betrag sofort aus. So sammeln Sie verlässlich, ohne neue Ausgaben zu erfinden, und Ihr Guthaben wächst aus dem Alltag heraus statt aus Konsum, den Sie ohne die Karte nie getätigt hätten.
Wie wähle ich meine erste Reisekreditkarte in Deutschland?
Legen Sie zuerst Ihren Heimatflughafen und Ihre häufigsten Strecken fest, denn das bestimmt, welches Programm zu Ihnen passt. Wer überwiegend mit Lufthansa fliegt, für den ergibt eine Co-Branded-Karte oder eine, die zu Miles & More überträgt, Sinn. Variieren die Ziele, bevorzugen Sie eine übertragbare Währung wie Membership Rewards. Vergleichen Sie außerdem die Fremdwährungsgebühr und stellen Sie sicher, dass Sie den Saldo jeden Monat vollständig begleichen können, um keinen Wert durch Zinsen zu verlieren.

Verfallen Miles-&-More-Meilen?
In den meisten Vielfliegerprogrammen können Meilen verfallen, wenn das Konto über einen längeren Zeitraum inaktiv bleibt. Der sicherste Schutz ist regelmäßige Aktivität: ein Transfer, ein Einkauf mit einer verknüpften Karte oder eine Einlösung setzt die Uhr zurück. Prüfen Sie vor einer großen Einlösung stets die aktuellen Programmbedingungen, denn die Regeln ändern sich mit der Zeit und ein Detail kann den Wert Ihres Guthabens verschieben.
Es geht nie darum, möglichst viele Meilen zu haben, sondern sie gut einzulösen. Mit einem klaren Ankerprogramm, einer zu Ihren Strecken passenden Karte und der Disziplin, bei jeder Buchung Bar gegen Meilen abzuwägen, wird aus Ihrem Guthaben echte Reise statt einer Zahl, die nur wächst.
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